Ein kampfbetontes, teilweise verbissen geführtes Match hatte am Ende einen verdienten Sieger. So klar wie die erste Halbzeit der Lok-Elf gehörte, so klar dominierten unsere „Alten Herren“ den zweiten Abschnitt. Nach fünf Minuten ging die Heimmannschaft nach einem Eckball in Führung. Dabei befand sich unsere Hintermannschaft im kollektiven Tiefschlaf und schaute nur zu. Nach zehn Minuten ein Eckball von Marco Thümmler und der Ausgleich durch ein Kopfballtor von Torsten Wolf. In der 25. min ein unglückliches Handspiel von Maik Strätz im eigenen Strafraum und die Lok nahm das Elfmetergeschenk zur erneuten Führung wahr. Zehn Minuten später stand Lutz Hering zu weit von seinem Gegenspieler weg, welcher eiskalt die Führung ausbaute und Uwe Litzbach im Tor keine Chance zur Abwehr ließ. Unsere Mannen hatten den Schock noch nicht ganz verdaut, als ein vom Pfosten zurückspringender Freistoßball von den Zwickauern zur weiteren Resultatserhöhung genutzt wurde. Das Spiel schien zu dem Zeitpunkt gelaufen. Mit einem krachenden Lattenschuss von Marco Thümmler ging es in die Pause.
Dann begann eine zweite Halbzeit, über die, welche sie gesehen haben, noch lange sprechen werden. Crossen hatte ausgewechselt – gleich fünf! Mann im Block, inkl. Torwart. Mit sicheren Ballstafetten und beherzten Zweikämpfen gewann man die Oberhand im weiteren Spielverlauf. Dabei hatte der Schiri einige Mühe bei der Spielleitung. Unmittelbar nach Wiederanpfiff gelang Andreas Seifarth mit etwas Glück der Anschlusstreffer. Nach einem Foulspiel im Strafraum an Kai Tittel versenkte Marco Thümmler den fälligen Elfmeter sicher. Als acht Minuten vor Ultimo Lutz Hering im Nachschuss nach einem abgewehrten Freistoß den Ausgleich erzielen konnte, war der Jubel grenzenlos. Doch damit nicht genug. Drei Minuten vor dem Ende fasste sich Swen Kotterba ein Herz und zog aus halblinker Position einfach mal mit links ab und der Ball schlug unhaltbar genau im Dreiangel des Lok-Gehäuses ein. Dabei berührte der Ball sogar noch Latte und Posten.
Ein Treffer Marke „Tor des Monats“. In der nun hektisch werdenden Schlussphase, Zwickau hatte noch eine Ausgleichschance, wurde Torsten Wolf nach einer Tätlichkeit vom Platz gestellt. Ein Novum in der Geschichte der Alten Herren des TSV.
Das Sprichwort, dass der Wille Berge versetzen kann, traf heute hundertprozentig zu. Alles in allem war es die mit Abstand beste Saisonleistung unserer Mannschaft!