Fehlwurfquote ist zu hoch (35x!)
„Wir haben verdient verloren, weil wir nicht unser volles Leistungsvermögen abgerufen haben. Wir haben uns heute erst einmal aus dem Kreis der Pokalanwärter
verabschiedet. Wir werden unsere Hausaufgaben machen und wiederkommen“, sagt MM, dessen Team zwar in Fraureuth auf den verletzten Kapitän Daniel Dannler verzichten musste, dies aber nicht als Ausrede anführte. Die Abwehr war phasenweise löchrig wie ein Schweizer Käse. Die wurfgewaltigen Gastgeber durften eine Vielzahl von Würfen nehmen, ohne dabei ernsthaft in Bedrängnis gebracht worden zu sein. Vor allem die Nr. 3 von Fraureuth nutzte diese Freiheiten mit neun Toren, mit denen er immer wieder im Keim eine mögliche Aufholjagd der Gäste verhinderte. Im Gegensatz dazu konnten die Gäste aus dem Rückraum nur selten Druck aufbauen Sie blieben hinter ihren Möglichkeiten zurück, Patrick Ebert traf zwar sieben Mal hatte aber dabei auch mehr als ein halbes Dutzend Fahrkarten. Kollege Martin Kreil fand überhaupt nicht ins Spiel. Bitter, dass er nach rund 28 Minuten zum Selbstschutz nicht mehr eingewechselt werden konnte. Während kleine Schwächen im Angriffsspiel aber mit Einsatz und taktischem Geschick kompensiert wurden, traten die Defizite in der Abwehrarbeit offen zu Tage. Daran müssen wir in den nächsten Trainingseinheiten vermehrt arbeiten.
Wer gegen uns Tore werfen will, muss spüren, dass da eine Abwehr steht, die dies verhindern will. Marcel Seifert, trotz einiger guter Paraden etwas unglücklich wirkend, machte Platz für Enrico Dannler und dieser knüpfte direkt an seine gute Leistung an. Mit einer Auszeit brachte das Trainergespann ihre Mannschaft dann aber besser auf Kurs, so dass die Begegnung nach 26 Minuten beim Stand von 9:8 für die Gastgeber wieder völlig offen schien.
Es war wie schon so oft in dieser Saison - die Handballer des TSV verschliefen den Start in die 2. Hälfte, kämpften sich mit einer kräftezehrenden Aufholjagd wieder heran und ließen am Ende die Punkte doch beim Gegner. Was folgte waren zehn Minuten, die die Trainer wütend machten. "Wir haben überhastet abgeschlossen und immer wieder versucht den Ball an den Kreis oder durch die „Mitte“ zu spielen". "Dabei wollten wir die Angriffe ausspielen." Die Gastgeber nutzten Crossens Unzulänglichkeiten und zogen in den zehn Minuten auf 16:12 davon. Doch wer zehn Minuten vor dem Abpfiff beim Stand von 19:18 damit rechnete, dass die Partie noch zu Gunsten des TSV kippen könnte, sah sich getäuscht. "Wir haben die Fehler der ersten Halbzeit wiederholt". "Damit haben wir den Gegner wieder aufgebaut."
Fehlwürfe aufs gegnerische Tor gesamt? 18 x in der 1. Halbzeit und 17 x 2.Halbzeit!
Es endete mit einem Drei - Tore - Rückstand, der 2. Pokalniederlage und mit dem Hoffen auf zukünftig günstigere Ergebnisse.
TSV Crossen: Tor: Marcel Seifert, Enrico Dannler; Robert Müller (2), Robert Görke (2), Sascha Schleinschok (3), Simon Söllner (1), Tobias Friedrich (2+1), Michael Claus, Matthias Härtel (2), Patrick Ebert (7+1), Marcel Klitzsch, Martin Kreil
